Holz mit allen Sinnen erleben - HolzErlebnisWelt FeuerWerk - Binderholz FeuerWerk
 
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Führungen

Führungen durch das BioMasseHeizKraftWerk

 

Voll knisternder Kreativität präsentiert sich die HolzErlebnisWelt von binderholz in Fügen am Eingang des Zillertals. Ein Tipp auch für einen Ausflug an Schlechtwettertagen, nicht nur deshalb, weil in diesem BioMasseHeizKraftWerk kräftig eingeheizt wird.

In einem architektonisch ansprechenden Ambiente informiert man sich auf der rund 60-minütigen Führung mit moderner Audio-Guide-Technik - angeboten in 6 Sprachen -  über erneuerbare Energien, die Geschichte des Holzes und bestaunt dabei faszinierende Details. Poesievolle Verse an Fenstern und Wänden bilden einen charmanten Kontrast zu stählerner Technik.

Holz mit allen Sinnen erleben ...

Auf der Führung durch eines der modernsten und wirtschaftlichsten BioMasseHeizKraftWerke Europas hat man als Besucher die Möglichkeit, die faszinierenden technischen Einrichtungen zu sehen. Weiters wird man aufgefordert, seine Sinne auf das allgegenwärtige Naturprodukt Holz zu schärfen. Über den von Lois und Franziska Weinberger konzipierten Vorplatz betritt man den Empfangsraum, erhält einen Audio-Guide - angeboten in sechs Sprachen - und beginnt die Führung durch das FeuerWerk.

Die 10 Stationen der HolzErlebnisWelt

HolzLeben

... ein Film von Hans Augustin

HolzLeben ist die filmische Hommage an einen der ältesten, aber sicher bedeutendsten Werkstoffe der Menschen.
Als stimmungsvoller Beginn der Führung durch das BioMasseHeizKraftWerk der Unternehmensgruppe binderholz in Fügen.
Die Musik für den Kunstfilm - inspiriert von der Bildergeschichte - wurde von Christian Stückelschweiger komponiert, geschmackvoll arrangiert und live eingespielt vom Streichquartett 'Quartetto Ludus'. Das Musikthema 'Tango Legno' sowie das Gedicht 'Der Himmel in Holz', das von Günther Lieder gelesen wird, schrieb Hans Augustin.
HolzLeben erzählt gefühlsbetont die Biografie des Holzes, um den hohen Stellenwert dieses Stoffes wieder bewusst zu machen.

Diese Filmarbeit des FilmAtelier Fahrngruber & Slavik kreiert ein neues Verständnis von cinematografischer Umsetzung marktrelevanter Themen und ihrer emotionalen Botschaften.

Ölteppich

Seit Jahrmillionen produziert die sauberste Fabrik, der Wald, Holz.

Am Eingang vom FeuerWerk sehen Sie einen Kubikmeter Holz, jene Menge, die in Österreichs Wäldern pro Sekunde nachwächst. Das sind in einer Minute 60 Kubikmeter. Aber nur 2/3 des jährlichen Holzzuwachses wird genutzt. In diesem Fall kann man tatsächlich von 'unerschöpflichen' Mengen sprechen.
Ein Kubikmeter Holz entspricht - auf den Heizwert bezogen - 164 Liter Heizöl extraleicht und kann durch 419 kg Pellets ersetzt werden.
Erdöl wurde zwar leicht verfügbar gemacht und ist je nach wirtschaftlicher und politischer Weltgroßwetterlage einmal billiger oder teurer zu haben, die Menge aber ist begrenzt und - nach der Verbrennung - unwiederbringlich verbraucht. Holz wächst nach.

Schubboden

Das Sägenebenprodukt gelangt über Förderbänder direkt aus der Entrindung der Baumstämme in den
Schubboden

Von hier aus erhalten Sie einen Überblick auf den gesamten Schubboden und die bereitgestellten Mengen an Brennstoff, die für einen kontinuierlichen Kraftwerksbetrieb notwendig sind. Am Beginn der Produktionsabfolge von Wärme und Strom ensteht ein Rohstoff - das Sägeholznebenprodukt (Rinde, Kappholz und Waldhackgut).
Werfen Sie hier auch einen Blick auf unseren Vorplatz, der die Fraßgänge des Borkenkäfers darstellt (Konzeption, Lois und Franziska Weinberger).

Geschichte des Holzes

Die Geschichte des Holzes ist untrennbar mit der des Menschen verbunden

Im Raum der Geschichte des Holzes sehen Sie ein Panorama von Bildern, die den Gebrauch des Holzes, quer duch die Jahrtausende, zeigt. In diesem Schauraum gibt es noch anderes. Bilder heimischer Baumarten, die sich hinter kleinen Fenstern verbergen, und Holzduftschächte. Holz riecht nicht nur, sondern duftet auch und daran lässt es sich erkennen.
Ein Holzkalender weist Sie auf Ereignisse der unendlichen Geschichte der Nutzung des Holzes hin, auf die man gerne vergisst, aber die doch von großer Bedeutung sind.

Turbinenraum

Aus Dampf wird ÖkoStrom

Hier befindet sich die Anlage, bestehend aus Generator und Turbine, in der aus Dampf ÖkoStrom erzeugt wird.
Der Dampf strömt aus dem Kessel mit einem Druck von 65 bar und einer Geschwindigkeit von ca. 140 Stundenkilometer in die Turbine. Dadurch werden die Schaufelräder der Turbine angetrieben und diese erreicht 10.714 Umdrehungen in der Minute. Diese schnelle Drehgeschwindigkeit wird über ein sogenanntes Planetengetriebe auf 1.500 Umdrehungen pro Minute übersetzt und an den Generator weitergegeben.
Dieser Generator hat eine Leistung von 7 MW. In einem Zeitraum von ca. 5 Minuten werden 600 kWh ÖkoStrom erzeugt. Damit können 60 Einfamilienhäuser einen Tag lang versorgt werden.

Kesselraum

Feuer und Wasser sind hier die wesentlichen Elemente.

Hier befinden sich zwei turmähnliche Anlagen, die einerseits für die Feuerung und andererseits als Speisewasser- und Luftvorwärmer dienen. Die Bauart des Kessels entspricht einem Rohrschlangenkessel, der erstmals von Otto Lilienthal 1881 gebaut wurde.


Kyotoraum

Wenn schon Energie, dann mit unbelasteter Abluft

Für ein BioMasseHeizKraftWerk ist die Abluftreinigung der entscheidende Punkt für seine Glaubwürdigkeit. Diese Anlage besteht aus Filtersystemen, Wärmetauschern und Ventilatoren mit der Hauptfunktion, die Abluft von Rußpartikeln und anderen Schwebestoffen aus dem Heizkessel zu reinigen.
In diesem Raum ist das Thema CO² von besonderer Bedeutung. Denn der Grund der Inbetriebnahme eines solchen BioMasseHeizKraft-
Werkes liegt unter anderem auch darin, CO² Emissionen zu reduzieren.

National Geographic zeigt eine phantastische Grafik über den CO² Kreislauf dar. In der japanischen Präfekturstadt Kyoto wurde 1997 ein Papier der UN Organisation UNFCCC zum Klimaschutz verhandelt und verabschiedet. Es schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von sogenannten Treibhausgasen fest, welche als Auslöser der globalen Erwärmung gelten. Kyoto ist mehr als ein Stichwort. Kyoto ist eine Aufforderung, radikal, langfristig, konsequent den CO²-Ausstoß zu reduzieren.

Bandtrockner

Wie aus Sägespänen WärmeNuggets gepresst werden

Die Sägespäne, die für die Erzeugung von Pellets und Briketts verwendet werden, kommen direkt aus dem Sägewerk im Werksgelände und werden über Rohrgurtförderer angeliefert. Sie werden vor der Verarbeitung am Bandtrockner getrocknet.

Unter normalen Bedingungen werden etwa 13 Tonnen Sägemehl pro Stunde auf eine Restfeuchte von 10 % getrocknet.

Pelletierung

Pelletierung ist eine Veredelungsform von Sägespänen für deren Verwendung als Brennstoff.

Im Siloraum werfen Sie einen Blick in 8 Schächte, in denen max. 1.280 Tonnen fertige Pellets gelagert sind.
Am unteren Ende der Silos befindet sich die Abpackung, in der die kleinen WärmeNuggets entweder in verschiedene
Verpackungseinheiten abgefüllt oder in Tankwagen gepumpt werden.
Der Jahresbedarf für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einer Heizlast von ca. 12 KW beträgt etwa 4 Tonnen Pellets.

Hortus Aeoli

Garten der Lüfte

Der Dachgarten ist situiert auf einem imposanten Brückentragwerk aus Holz.

Er ermöglicht dem Besucher einen imposanten Rundblick, dient der Entspannung, dem Gespräch über das Gesehene,
dem Nachdenken. Oder sich dem Spiel der Welt hinzugeben, das von Nikolaus Cusanus im 15. Jahrhundert entworfen wurde.